Die Ausstellung „Vikings: Beyond the Legend“ des Melbourne Museum, eine Zusammenarbeit mit dem Schwedischen Historischen Museum, behandelt häusliches Leben, Religion, Totenrituale, Handwerkskunst sowie Raub- und Handelskultur – und benötigte eine Kampagne, die dieser Nuancenvielfalt gerecht wird.
Die Idee
Eine mythenzerstörende Kampagne, aufgebaut auf einer eigens mit dem Studio des Museums entwickelten Schriftart, die den Wikinger-Befund mit augenzwinkernden Faktenchecks korrigiert
Yoke, seit 2016 Leadagentur von Museums Victoria, recherchierte und überprüfte die verbreiteten Mythen und baute die Kampagne dann um deren Entmystifizierung herum: Wikinger als Bauern, Händler, Handwerker und Entdecker – „die Frauen wild und mächtig, ihre Handwerkskunst und ihre Liebe zu gutem Haar und Hygiene“. Eine eigens entwickelte Schriftart wurde mit dem Design Studio des Museums erarbeitet und über einen im April startenden TV-Spot, Print- und Mediawerbung, Museumsbeschilderung und OOH eingesetzt.
Es werden keine Besucherzahlen berichtet; die Kampagne rahmte den Anreiz der Ausstellung von Spektakel auf Korrektur um – passend zur Bildungsrolle des Museums.
Wikinger in der Populärkultur: ein Haufen bärtiger, schmutziger Barbaren mit Hörnerhelmen. Der archäologische Befund: ein weitaus differenzierteres und verfeinertes Volk – Bauern, Händler, Handwerker und Entdecker. Diese Kluft war das Briefing für die Kampagne der in Melbourne ansässigen Agentur Yoke für „Vikings: Beyond the Legend“, die Ausstellung von Museums Victoria mit dem Schwedischen Historischen Museum, die echte Einblicke in das häusliche Leben, die Religion, die Totenrituale, die Handwerkskunst sowie die Raub- und Handelskultur der Wikinger bietet.
Yoke – 2016 als Leadagentur von Museums Victoria für Melbourne Museum, Immigration Museum und Scienceworks ernannt – begann mit umfangreicher Recherche, überprüfte Fakten und identifizierte die Mythen, an die Menschen noch immer glauben. Das gesamte Konzept drehte sich um deren Entmystifizierung, sagte Key Account Director Pauline Dellit: „die Wikinger zu zeigen, wie sie wirklich waren – die Frauen wild und mächtig, ihre Handwerkskunst und ihre Liebe zu gutem Haar und Hygiene“.
Die Kampagne umfasste die kreative Ideenfindung und Produktion eines im April 2018 startenden TV-Spots sowie das Design von Print- und Mediawerbung, Museumsbeschilderung und Out-of-Home, unter Verwendung einer Schriftart, die in Zusammenarbeit mit dem eigenen Design Studio des Museums entwickelt wurde.
Der Feind der Kampagne ist ein Popkultur-Bild, was jeder Umsetzung eine klare Aufgabe gibt: es zu korrigieren.
Eine maßgeschneiderte Schriftart lässt die Korrektur kuratiert wirken, nicht wie Clip-Art-Wikinger.
Ein augenzwinkernder Ton hält die Bildung für Familien vermittelbar, ohne die Wissenschaft zu verharmlosen.
Wenn Ihr Thema der Popkultur widerspricht, machen Sie den Widerspruch zur Kampagne – Korrektur ist ein Neugier-Motor.
Seitdem
Die Ausstellung wurde 2018 in Melbourne eröffnet; in der Quelle erscheinen keine Besucherzahlen.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Museums Victoria's latest campaign via Yoke dispels Viking myths to promote new exhibition Campaign Brief · campaignbrief.com ·