Ein zweisprachiger Katalog für „Les Levine: Transmedia 1964–1974“, eine Retrospektive des Künstlers, der weithin als Begründer der Medienkunst gilt und dessen Werk der späten 1960er-Jahre Wegwerfkunst, Medienplastik und Software-Segmente umfasste.
Die Idee
Die Materialien des Buches sollten die Kunst selbst wiederholen: industrielle Silbertinte, die wie frühe Videomonitore schimmert, Kunststoffpapier-Beileger, die sich wie Levines Plastikskulpturen anfühlen
Ein Schwarz-Weiß-Porträt Levines mit verzerrender Linse umschließt den Einband über einem industriellen Silbergrund, zusammengehalten von einem roten Bauchband, das sein Textstück ALL STAR CAST in drei Spalten druckt. Riesige, raumhohe Ziffern gliedern die Kapitel, im Inneren finden sich synthetische Kunststoff-Beileger und grobe Halbton-Archivdoppelseiten.
Abduzeedos Rezension nannte es eine Meisterklasse des redaktionellen Designs; die Kunststoff-Beileger lassen Leserinnen und Leser die Materialklasse von Levines Skulpturen unmittelbar anfassen, was keine Reproduktion vermittelt.
Für „Les Levine: Transmedia 1964–1974“, eine Retrospektive in den Oakville Galleries, die dem Künstler gewidmet ist, der weithin als Begründer der Medienkunst gilt, entwarf Underline Studio einen zweisprachigen Katalog, dessen Materialien das Argument tragen. Levine war in den späten 1960er-Jahren Pionier der Wegwerfkunst, der Medienplastik und der Software-Segmente, und das Studio antwortete mit industriellen Oberflächen statt mit konventionellen Kunstbuchpapieren.
Der Einband legt ein Schwarz-Weiß-Porträt Levines mit verzerrender Linse über einen industriellen Silbertintengrund, zusammengehalten von einem kräftigen roten Bauchband, das in drei dichten Spalten mit Levines Textstück ALL STAR CAST bedruckt ist. Riesige, raumhohe Ziffern gliedern Kapitel wie Beginnings, Disposables und Software, oberhalb kuratorischer Essays von Sarah Robayo Sheridan, Dennis Young und Sunny Kerr.
Die Materialwahl ist der Punkt: Die metallische Silbertinte verändert sich im natürlichen Galerielicht und erinnert an frühe Videomonitore, und synthetische Kunststoffpapier-Beileger unterbrechen das Umblättern, sodass Leserinnen und Leser die Kunststoffe in die Hand nehmen, die Levine in seinen Skulpturen verwendete. Grober Halbtondruck zieht sich über die Archivdoppelseiten.
Levines Medium war die Medien selbst – Wegwerfkunst, Medienplastik, Software –, daher wählte das Studio Substrate wie Silbertinte und Kunststoffpapier, die sich wie seine Materialien verhalten, nicht wie neutrales Buchpapier.
Das Porträt mit verzerrender Linse und das ALL STAR CAST-Bauchband setzen das eigene Bild und die eigenen Worte des Künstlers in physische Spannung zur metallischen Oberfläche und spiegeln den konfrontativen Zug seines Werks.
Kunststoff-Beileger verwandeln Lesen in Berühren: Die Leserschaft handhabt dieselbe Materialklasse wie die Skulpturen, was allein die Fotografie nicht leisten kann.
Ein Design kann die These der Ausstellung mit seinen eigenen Materialien vertreten: Wenn das Thema Medienexperimente sind, machen industrielle Tinten und Kunststoffseiten die Hände der Leserschaft zum Beweis.
Seitdem
Der Katalog begleitet die Retrospektive der Oakville Galleries; Abduzeedo stellte das Design am 10. Oktober 2026 unter der Überschrift „Masterclass in Editorial Design“ vor. Verkaufs- oder Auszeichnungszahlen wurden nicht berichtet.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Les Levine — Masterclass in Editorial Design by Underline Studio Abduzeedo · abduzeedo.com ·