Eine flexible Identität für die Friday-Late-Veranstaltungen des V&A schaffen, die das Museum als Urheber des Late-Programms in Großbritannien festigt, die Vielfalt dessen zeigt, was die Reihe abdeckt, neue Zielgruppen anspricht und in Print und Digital funktioniert.
Die Idee
Die gesamte Identität von der Sonnenuhr ableiten: Die Schrift dehnt sich und verschiebt sich wie Schatten, wenn sich das Licht bewegt, sodass die Tageszeit der Veranstaltung die Marke buchstäblich neu zeichnet.
Paq wurde im Januar 2019 zum Pitch eingeladen, neigte und schrägte die hauseigene V&A Sans des Museums zu langgestreckten Buchstabenformen, die von Sonnenuhrenschatten inspiriert sind, setzte gelbe Schrift gegen dunkle, nächtliche Bildwelten und zeichnete Posterhintergründe aus dem eigenen Bekleidungs-Shooting. Die Logoform wandelt sich je nach Anwendung, und die Identität debütierte mit dem Friday Late zum Bauhaus-Jubiläum am 26. April 2019.
Die Identität startete mit der Bauhaus-Themenveranstaltung am 26. April 2019, die das 20-jährige Jubiläum der Reihe markierte. Die Quelle nennt keine Publikumszahlen.
Die Friday-Late-Reihe des V&A war 20 Jahre alt, und das Museum beauftragte Designer damit, seinen Platz als Urheber des Late-Programms in Großbritannien zu festigen und zugleich die Vielfalt dessen zu zeigen, was die Veranstaltungen abdecken. Kreativdirektorin Chiamaka Ojechi vom Londoner Studio Paq sagte, das Ziel sei außerdem gewesen, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und sich von anderen Friday Lates etwa der Tate und der Royal Academy abzuheben.
Paqs Konzept behandelt Zeit als „wohl unser kostbarstes Gut“. Joshua Allen sagte, das Team habe darauf zurückgeblickt, wie Zeit historisch gemessen wurde, sei bei der Sonnenuhr gelandet und dabei, wie sich ihre Schatten mit der Zeit in Größe und Form verändern, und habe dann dieselben Prinzipien zur Steuerung des Designs genutzt: langgestreckte Typografie, die auf den Abendtermin der Veranstaltung verweist.
Die Palette evoziert die Nacht, mit gelbem Text vor dunklen Bildwelten, und der „kühne Kontrast“ zwischen Schrift und Fotografie wurde darauf abgestimmt, Leben, Geist und Spaß der Reihe hervorzuheben. Das V&A verlangte seine Hausschrift V&A Sans (eine angepasste TheSans von Lucas de Groot) und Prominenz für das Museumslogo, gab Paq aber Raum, die Schrift spielerisch zu neigen und zu schrägen, und das Logo wandelt seine Form in Print und Digital – „die Sonnenuhr in die Gegenwart bringend“.
Die Identität wurde zum Jubiläum lanciert und fiel mit dem Bauhaus-Themen-Late am 26. April 2019 zusammen, das genau 100 Jahre nach der Gründung der Schule stattfand und fragte, ob die Kunstschule angesichts steigender Gebühren und Kürzungen der Fördermittel noch radikal sein kann. Die Posterfotografie stammte aus Paqs eigenem „primary paq“-Bekleidungs-Shooting für seinen Art-School-Look.
Die Sonnenuhr ist ein Konzept mit eingebautem Motor: Schatten bewegen sich ständig, sodass das System fortlaufend Variationen erzeugt.
Innerhalb der hauseigenen Schrift des Museums zu arbeiten, hielt die Identität unverkennbar als V&A, während die Schrägung sie disruptiv machte.
Flexibilität in Print und Digital passte zu einer Reihe, deren Inhalte sich jeden Monat ändern.
Eine Identität aus dem einen Ding bauen, das nur die eigene Veranstaltung besitzt – hier ihre Stunde der Woche –, und jede Anwendung bekräftigt das Konzept, statt es zu dekorieren.
Seitdem
Die Quelle nennt keine Folgezahlen; Paqs Gründer waren Gastdozenten am Ravensbourne und hatten zuvor Kunden aus der Kunstwelt, darunter die Tate Modern.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- V&A gives Friday Late series new conceptual look based on time Design Week · designweek.co.uk ·