Das Olympische Museum in Lausanne beherbergt die weltweit größte Sammlung olympischer Artefakte – über 100.000 Stücke. Sein Rebranding musste für Touristinnen und Touristen wie für Einheimische im mehrsprachigen Schweizer Kontext ebenso funktionieren wie für ein globales Online-Publikum, dabei das Museum ebenso als kulturelle Institution wie als sportliche positionieren und mit der Olympischen Identität im Einklang bleiben, die 2022 von Hulse & Durrell und dem IOC erneuert wurde.

Die Olympic-Headline-Schrift des IOC übernehmen und sich dann durch ein modifiziertes „M“ abheben, das das Säulenmotiv des leicht angepassten Logos des Museums aufgreift.

Studio Blackburn wählte eine Handvoll Elemente für die Kernmarke aus und ergänzte sie wohlüberlegt: Das Museum ließ „the“ aus seinem Namen und seiner Wortmarke fallen; die Olympischen Farben bilden das Fundament; die Schrift Olympic Headline zieht sich durch die gesamte Identität einschließlich der Wortmarke, deren „säulenartige Qualität“ das dezent angepasste Logo widerhallen lässt, und ein modifiziertes „M“ greift das Säulenmotiv zur Differenzierung auf. Die Identität erstreckt sich auf Museumsdisplays, Wegeleitsysteme, Online-Berührungspunkte und Werbeplakate, die das Interesse an der Dauerausstellung zwischen Sonderausstellungen wachhalten sollen.

Eine vielseitige, digital taugliche Identität, die 2024 vom Wegeleitsystem bis zum Online-Auftritt ausgerollt wurde, gepaart mit einer großen Anstrengung, die Online-Reichweite des Museums auszubauen, damit jeder und jede überall mit den Artefakten und dem Olympismus in Berührung kommen kann. Die Quelle nennt keine Besucher- oder Zugriffszahlen.

Das Olympische Museum in Lausanne betreut die größte Sammlung olympischer Artefakte der Welt – mehr als 100.000 Stücke –, doch der Großteil der Welt wird nie durch seine Tür gehen. Diese Spannung bildete das Briefing, das Studio Blackburn übernahm: eine digital taugliche Identität, robust genug, um zu reisen, und mit genug Persönlichkeit, um im Online-Rauschen durchzudringen, die das Museum ebenso als kulturelle Institution wie als sportliche positioniert.

Die Zwänge waren doppelt. Lokal kommuniziert die Marke in mehreren Sprachen; global musste sie mit der Olympischen Identität im Einklang bleiben, die Hulse & Durrell und das IOC 2022 erneuert hatten. „Ein zentrales Anliegen war, dass wir uns mit der Olympischen Marke als Ganzes abstimmen“, erklärt Mark Jones, Creative Director von Studio Blackburn, der beschreibt, wie sorgfältig eine Handvoll Kernelemente ausgewählt und wohlüberlegt ergänzt wurde, damit das Museum „einen eigenen Look und ein eigenes Gefühl hat, ohne ein beliebiges Accessoire des größeren Bildes zu sein“.

Das System beginnt mit den Olympischen Farben und differenziert sich dann über die Typografie: Olympic Headline zieht sich durch die Identität, einschließlich einer Wortmarke, die – wie der Name des Museums – „the“ fallen gelassen hat. Die „säulenartige Qualität“ der Schrift lässt das dezent angepasste Logo widerhallen, und ein modifiziertes „M“ greift das Säulenmotiv als eigene Signatur des Museums auf. Die Identität reicht nun von Museumsdisplays und Wegeleitsystemen bis zu Online-Berührungspunkten und Plakaten, die die Dauerausstellung zwischen Sonderausstellungen lebendig halten.

Ein Museum, das von digitaler Reichweite lebt oder stirbt, brauchte eine Identität, die für Bildschirme und globale Maßstäbe entworfen ist, nicht nur für Lausanner Wände.

Die Verwendung der IOC-eigenen Schrift band das Museum an das Kapital der Dachmarke, ohne es zu verwässern.

Das säulenförmige „M“ gibt dem Museum eine eigene, aneigenbare Geste innerhalb eines Systems, das es nicht kontrollierte.

Der Wegfall von „the“ straffte die Wortmarke für Avatare, Apps und mehrsprachige Lockups.

Untermarken riesiger Dachmarken müssen nicht laut nach Eigenständigkeit rufen: die disziplinierte Übernahme des Systems der Mutter, plus eine signaturhafte Wendung, erkauft sowohl Vertrauen als auch Unterscheidbarkeit.

Die Identität wurde 2024 über Displays, Wegeleitsysteme, Online-Berührungspunkte und Werbeplakate ausgerollt, einhergehend mit einer erheblichen Erweiterung der Online-Präsenz des Museums. Der Quellartikel nennt keine Besucher- oder Zugriffszahlen.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Olympic Museum unveils a versatile rebrand Creative Review · creativereview.co.uk ·