Ein vier Minuten langer Song, kein Budget, ein einziger Schaffender – der Ehrgeiz in Clovers Kopf galt kinoreifer, professionell wirkender Bildsprache, ohne Crew oder Ausrüstung.

Allein für einen vier Minuten langen Song eine sakrale, jenseitige Welt erschaffen: Schlafzimmer- und Fensteraufnahmen, in der Postproduktion in einen fremdartigen, fast liturgischen Raum verwandelt.

Im Interview sagt Clover, er habe rund um Fenster und in seinem Schlafzimmer gedreht, gelegentlich mit Hilfe von Mitbewohnern, und dann zweieinhalb Monate damit verbracht, in der Postproduktion das Licht neu zu setzen, das Color Grading vorzunehmen und Hintergrundebenen hinzuzufügen; Kleidung und Requisiten wurden günstig beschafft, um eine kohärente visuelle Identität zu wahren, endend in einem Finale, umgeben von Flammen.

Die Berlin Music Video Awards kürten es am 9. Oktober 2026 zum Music Video of the Week; Aufruf- oder Streamingzahlen werden im Interview nicht genannt.

In einem Interview mit den Berlin Music Video Awards, die sein „Divine Out of Time“ am 9. Oktober 2026 zu ihrem Music Video of the Week kürten, beschreibt der in Berlin lebende Künstler Xavier Clover eine abstrakte, fast sakrale visuelle Welt, die sich um Identität, Dualität und Selbsterkenntnis dreht – eine Bildsprache, die zwischen Dunkelheit und Licht wechselt und aus Schmerz, Spiritualität und der Suche nach einem Gefühl des eigenen Selbst schöpft. Er nennt das Video den Beginn einer größeren künstlerischen Reise, die persönliche Erfahrung in etwas Intimes und Jenseitiges verwandelt.

Clover erinnert sich, dass die Produktion im Wesentlichen „nur ich und mein Stativ“ war: Mitbewohner halfen beim Filmen des ersten Teils, doch er schnitt das gesamte Werk selbst, weil er der einzige Mensch war, der die abstrakten, göttlichen, fast fremdartigen Bilder in seinem Kopf sehen konnte. Er sagt, er habe unkonventionelle Methoden verwendet – den Großteil des Videos rund um Fenster und in seinem Schlafzimmer gedreht und das Material dann in der Postproduktion verwandelt, indem er Licht und Farben überarbeitete und Hintergrundebenen für Tiefe hinzufügte.

Er erinnert sich, dass der vier Minuten lange Song den zweieinhalb Monate dauernden Aufbau erschwerte, wobei Kleidung und Requisiten günstig gesucht wurden, um eine kohärente, sakrale visuelle Identität zu wahren.

Seine Lieblingsmomente, sagt er, seien die Pre-Choruses und die letzte Sequenz, umgeben von Flammen – die am sorgfältigsten gestalteten Passagen, mit einer, wie er es nennt, fast kinoreifen Tiefe. Der Beitrag rahmt das Video als Beweis dafür, dass ein Künstler, ein Stativ und obsessive Postproduktion eine polierte visuelle Welt herbeizaubern können.

Clover sagt, er habe Tausende ehrgeizige Sequenzen im Kopf gehabt, aber kein Budget und keine Crew, also habe er einen Arbeitsablauf entworfen, bei dem eine Person jedes Bild tragen konnte.

Schlafzimmer- und Fensterorte wurden wegen ihres Lichts gewählt und dann in der Postproduktion neu aufgebaut – Beleuchtung, Color Grading und hinzugefügte Hintergrundebenen –, um die jenseitige Tiefe zu erzeugen, die das Konzept verlangte.

Eine kohärente visuelle Identität war wichtiger als Produktionswert: Günstige Kleidung und Requisiten wurden nur ausgewählt, wenn sie der sakralen, fremdartigen Atmosphäre dienten.

Die Berlin Music Video Awards belohnten das Ergebnis mit dem Platz als Music Video of the Week und gaben einem Solo-Werk ohne Budget eine Plattform auf Festivalbühne.

Einschränkungen können zum Look werden: Wenn die Crew aus einer Person besteht und das Set ein Schlafzimmer ist, wird die Postproduktion zum World-Building, und Festivals können die Absicht belohnen.

Der BerlinMVA-Beitrag vom 9. Oktober 2026 positioniert „Divine Out of Time“ als Beginn einer größeren künstlerischen Reise für Clover; das Interview berichtet weder über Aufrufzahlen noch über Veröffentlichungen oder spätere Auftragsarbeiten. Der Beitrag bleibt bis heute die wichtigste Anerkennung des Videos durch Dritte.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Xavier Clover – Divine out of Time | MUSIC VIDEO OF THE WEEK Berlin Music Video Awards · berlinmva.com ·