Netflix' The Scandal auszustatten – eine Dangerous-Liaisons-Neuverfilmung im Joseon des 18. Jahrhunderts, für eine Premiere im September 2026 – und dabei aus dem Schatten von Untold Scandal von 2003 zu treten, das fast die Hälfte seines Budgets von 5 Milliarden Won für Kostüme und Requisiten ausgab.

Jeder Hauptfigur eine Signaturfarbe zu geben, die ihren Bogen nachzeichnet – Lady Chos Grün dunkelt gegen Schwarz nach, während ihre Gefühle sich verhärten; die verwitwete Hui-yeon trägt ungefärbtes Weiß.

Kim erforschte Sin Yun-boks Genremalereien und ausgegrabene Joseon-Kleidungsstücke, schichtete authentische Unterwäsche (teils rosa gefärbt), holte Haarschmuck und Gat-Hüte aus ihrer 20-jährigen persönlichen Sammlung – darunter Arbeiten von Meistern des immateriellen Kulturerbes – und ordnete jedem Kostüm Accessoires mit schriftlichen Anweisungen zu, wie jedes Stück getragen werden muss.

Die Serie hatte am 18. September 2026 auf Netflix Premiere; das Interview nennt keine Zuschauerzahlen. Kim beschreibt den Look als Eintreten für „Fashion Hanbok“ – eine Tradition, die ihren Wert bewahrt und der Trägerin zugleich Individualität erlaubt.

In einem am 9. Oktober 2026 veröffentlichten Interview mit Korea JoongAng Daily erläuterte die Hanbok-Designerin Kim Young-jin – zu deren Kundschaft BTS und Tilda Swinton zählen – das Kostümsystem, das sie für Netflix' The Scandal entwarf, der am 18. September Premiere hatte. Die Serie verlegt den französischen Roman Dangerous Liaisons aus dem 18. Jahrhundert ins Joseon des 18. Jahrhunderts – unter der Bürde von Untold Scandal von 2003, Koreas erstem vollwertigen Kostümdrama. Kim erinnerte sich an Produktionsunterlagen, jede so dick wie ein Ziegelstein, der Titel in sieben Farben gedruckt – eine pro Hauptfigur.

Jede Hauptfigur hat eine Signaturfarbe, die sich mit ihrem Bogen bewegt. Lady Cho, gespielt von Son Ye-jin, hätte leicht rot oder weinrot sein können, doch Kim wählte Grün: ein frisches, sprossenartiges Grün für ihr jüngeres Ich, das sich fast bis ins Schwarze vertieft, während ihre Gefühle sich intensivieren. Kim sagte, die Neutralität und Offenheit von Grün passe zu einer außergewöhnlich begabten, fesselnden Frau, die in einer Epoche lebt, in der ihr praktisch nichts erlaubt ist. Die verwitwete Hui-yeon, gespielt von Nana, trägt Sosaek – das warme, ungefärbte Weiß von Baumwolle oder Hanf –, während Cho Won, gespielt von Ji Chang-wook, Blau trägt.

Unter den äußeren Schichten fertigte Kim zeitgenössische Unterwäsche – Sokjeoksam, Sokjeogori, Darisokgot und mehr – und weigerte sich, Abstriche zu machen, selbst bei Stücken, die nur kurz in nächtlichen Öllampenszenen zu sehen sind; einige sind rosa, eine Schlussfolgerung, die sie mit ausgegrabenen Kleidungsstücken verteidigt, die zeigen, dass Menschen in der Joseon-Zeit intime Stücke nach Geschmack färbten. Accessoires – Dwikkoji-Ornamente, Binyeo-Haarnadeln, Gat-Hüte – stammten aus einer über 20 Jahre zusammengetragenen Sammlung und wurden jedem Kostüm mit schriftlichen Anweisungen zugeordnet, denn wenn auch nur eine Farbe falsch sei, so sagt sie, verändere man die Temperatur des gesamten Raums.

Farbe trägt die Erzählung: Sieben Signaturpaletten geben dem Publikum eine stille Karte von Figur und emotionalem Wandel, ohne ein Wort Dialog.

Grün statt Rot für Lady Cho war eine Figurenlesart, keine Styling-Laune – Neutralität und Offenheit für eine begabte Frau, der die Epoche nichts erlaubt.

Die Forschung zu Sin Yun-boks Gemälden und ausgegrabenen Kleidungsstücken fundiert das Design, sodass die erfundenen Details auf einer glaubwürdigen historischen Grundlage stehen.

Nichts war zu klein, um es ordentlich zu finanzieren: handgefertigte Unterwäsche und passende Accessoires aus dem Kulturerbe sichern die Kontinuität durch intime Szenen und lange Dreharbeiten.

Die stärkste historische Erfindung ruht auf strenger Forschung: Wähle eine Regel – Farbe als Figur – und wende sie vom äußeren Gewand bis zur Unterwäsche an, damit selbst deine Erfindungen kohärent wirken.

The Scandal hatte am 18. September 2026 auf Netflix Premiere. Das Interview nennt keine Einschaltquoten oder Kritikerzahlen. Kim hofft, dass der Begriff „Fashion Hanbok“ weitere Verbreitung findet: Ihr Ansatz bewahrt die Stärken und den Wert der Tradition und erlaubt den Trägerinnen zugleich, Individualität auszudrücken. Sie sagte außerdem, die Produktionsbudgets seien begrenzt gewesen, sie habe es aber nicht über sich gebracht, hastig gefertigte Accessoires zu verwenden – deshalb stellte sie Stücke aus ihrer eigenen, zwei Jahrzehnte umfassenden Sammlung bereit und erstellte detaillierte Anweisungen zum Winkel und zur Art, in der jedes getragen werden sollte.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Why green, not red for Son Ye-jin? Inside the hanbok of 'The Scandal.' Korea JoongAng Daily · koreajoongangdaily.com ·