Ein neu eröffnetes Gastropub im Herzen von Singapurs Geschäftsviertel wollte einen trendigen Namen; Besitzer Stan Sri Ganesh sagt, das Wortspiel, nicht der Mann, sei der Punkt gewesen – er habe ihn gewählt, „einfach weil das Wort bar darin vorkam“.
Die Idee
Das Gastropub nach Pablo Escobar als Wortspiel benennen – das Wort „bar“ versteckt sich darin – und das Gesicht des Drogenbosses an die Wand neben der Tür hängen.
Der Name wurde mit einem Aufkleber von Escobars Gesicht neben Glückwunschsträußen angebracht. Nachdem die kolumbianische Botschaft beim singapurischen Außenministerium protestiert hatte und beleidigende und bedrohliche Nachrichten die Facebook-Seite des Pubs überschwemmten, veröffentlichte das Gastropub eine Entschuldigung und kündigte an, sein Logo zu überarbeiten.
Die Geschichte lief über den AFP-Ticker; das Pub erhielt beleidigende Kommentare und Drohnachrichten, entschuldigte sich öffentlich („es war nie unsere Absicht, die Taten von Pablo Escobar zu verherrlichen oder zu billigen“) und ließ sein Branding innerhalb von Tagen nach dem Brief neu gestalten.
Escobar, ein Gastropub im Herzen von Singapurs Geschäftsviertel, eröffnete Anfang 2018 mit Sträußen an der Tür und einem Aufkleber von Pablo Escobars Gesicht. Besitzer Stan Sri Ganesh sagte, er habe den Namen gewählt, „einfach weil das Wort bar darin vorkam“. Am 2. Februar schickte die kolumbianische Botschaft dem singapurischen Außenministerium einen dreiseitigen Brief, in dem sie „ernsthafte Besorgnis“ darüber äußerte, dass das Lokal „den schlimmsten Verbrecher in der Geschichte Kolumbiens“ ehre.
Die Botschaft argumentierte, der Name erzeuge Verwirrung: „Kolumbien ist nicht mehr das, was Narcos-Netflix zeigt“, schrieb sie, verwies auf die Drogensucht, die Escobar förderte, und „den Krieg, den er erklärte“, und erklärte, Kolumbien könne „keine weiteren Ehrungen für diesen Verbrecher tolerieren“. Als AFP am 6. Februar zu Besuch kam, schienen die Gäste an etwa einem Dutzend Tischen nichts von der Kontroverse zu wissen.
Am Abend des 7. Februar, nachdem Nutzer beleidigende Kommentare gepostet und Drohnachrichten an die Facebook-Seite des Gastropubs geschickt hatten, entschuldigte sich das Pub „bei jeder Gemeinschaft oder jedem Einzelnen, der beleidigt wurde“, bekräftigte, dass es nie die Absicht gewesen sei, Escobars Taten zu verherrlichen oder zu billigen, und erklärte, es überarbeite sein Logo, dessen Enthüllung folgen solle.
Branding-Entscheidungen, die allein wegen eines Wortspiels getroffen werden, tragen historischen Ballast mit sich, der in der Namens-Tabelle nie auftaucht.
Die Beschwerde kam nicht von Verbrauchern, sondern von einer ausländischen Botschaft – ortsbezogene Marken haben diplomatische Anspruchsgruppen.
Die Popkultur der Narcos-Ära ließ den Namen lokal trendy wirken, während er in Kolumbien als Trauer und Trauma gelesen wurde; derselbe Aufkleber bedeutete in verschiedenen Märkten Gegenteiliges.
Ein Name kann für dich ein Wortspiel und für jemand anderen ein Gedenken sein: Prüfe Markennamen gegen die Geschichte, die sie mit sich ziehen, bevor das Schild aufgehängt wird.
Seitdem
Das Pub erklärte, das überarbeitete Logo werde bald enthüllt; die Quelle hält nicht fest, ob der Name selbst überlebte. Die von AFP während der Kontroverse befragten Gäste hatten sie überwiegend nicht wahrgenommen.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Singapore restaurant named after Colombian drug kingpin Pablo Escobar to revamp logo after backlash The Straits Times (AFP) · straitstimes.com ·