Kain liebte den Titel, seit sie ihn zum ersten Mal hörte – unmittelbar nachvollziehbar, aber auch unangenehm –, und wollte ein Cover, das dieselbe Reaktion hervorrufen würde, wobei die Bildsprache einfach bleiben sollte.
Die Idee
Akne als ständiger Begleiter: einfache Bildsprache, übersät mit erhabenen, glänzenden Punkten – ein Cover, das dieselbe leicht unangenehme Reaktion hervorruft wie der Titel.
Aus einer ersten Runde von Entwürfen spaltete das „Punkte“-Design die Runde. Der Autorin wurden zwei Optionen geschickt, und sie liebte die Punkte; sie bat nur darum, den Titel zu vergrößern und ihren Namen zu verkleinern. Der Schutzumschlag wurde mit Soft-Touch-Laminierung und erhabenem Spot-UV gedruckt – jeder Punkt hat eine Erhebung und Glanz –, und die Grafik diente als Vorlage für passende Versandkartons für das Marketing.
Das Cover hielt einer zweiten, die Runde spaltenden Reaktion im Vertriebsmeeting stand, gestützt von der Autorin und dem Verlagsteam; das grafische System wurde auf Marketing-Versandkartons ausgeweitet.
Im Juli 2022 veröffentlichte das SPINE-Magazin einen Beitrag über die Designerin Amanda Kain – Kreativdirektorin von Hachette Books & Hachette Go in New York – über die Gestaltung des Covers von „Acne“, dem Memoir der Fernsehautorin und Schauspielerin Laura Chinn. Kain liebte den Titel, seit sie ihn zum ersten Mal hörte: Er wirkte „unmittelbar nachvollziehbar, aber auch unangenehm“, und sie wollte ein Cover, das dieselbe Reaktion hervorrufen würde.
In den Konzeptdiskussionen wurden ein Kindheitsfoto der Autorin und bearbeitete aktuelle Fotos erwogen, doch die Idee von Akne als ständigem Begleiter – so unwillkommen auch immer – kam immer wieder zurück. Der siegreiche Entwurf hielt die Bildsprache einfach und übersäte sie mit Punkten. Die Runde spaltete sich: Der Großteil der Gruppe liebte ihn sofort, während ein paar ihn etwas wenig ansprechend fanden – die unangenehme Reaktion, die Kain sich erhofft hatte. Der Autorin wurden der Punkte-Entwurf und ein Zweitplatzierter mit einem großen roten Punkt über ihrem Gesicht geschickt, und sie schrieb, dass sie den ersten absolut liebe.
Chinn bat nur darum, die Typografie anzupassen – den Titel prominenter, ihren Namen weniger. Der finale Schutzumschlag wurde mit Soft-Touch-Laminierung und erhabenem Spot-UV gedruckt, sodass alle Punkte eine leichte Erhebung und Glanz haben. Ein nachfolgendes Vertriebsmeeting spaltete sich auf dieselbe Weise wie das Umschlag-Meeting, doch nach Diskussion mit der Autorin hielt das Team am Cover fest; die Marketing-Mitarbeiterin Ashley Kiedrowski fertigte daraufhin von der grafischen Gestaltung inspirierte Versandkartons an.
Das Konzept übersetzt das physische Thema des Titels in eine taktile Produktionsentscheidung – erhabenes Spot-UV, das man fühlen kann.
Dokumentiert die realen Machtverhältnisse bei Buchcovern: zwei gespaltene Runden und das Urteil einer Autorin, das das Design rettete.
Eine einzelne starke Idee, einfach gehalten: keine Fototricks, nur Punkte und Typografie-Hierarchie.
Unbehagen kann das Konzept sein: Wenn ein Cover das Gefühl hervorruft, das der Titel verspricht, ist eine gespaltene Runde ein Zeichen dafür, dass man auf etwas gestoßen ist.
Seitdem
Das Punkte-Cover wurde mit den von der Autorin gewünschten Typografie-Anpassungen als final ausgeliefert, und das Design wurde auf Versandkartons für das Marketing ausgeweitet. Die Quelle nennt keine Verkaufszahlen.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Amanda Kain on Designing Laura Chinn's Memoir, Acne SPINE · spinemagazine.co ·