Die Projektbeschreibung von D&AD nennt newkid und beschreibt einen Katalog, der jedem Artikel eine gewöhnliche und eine ungewöhnliche Nutzung zuordnet. Das Portfolio des Designers stellt denselben zweistufigen Ansatz vor. Beides sind Darstellungen der kreativen Arbeit, keine unabhängigen Kundenstudien. [1] [2]

Unsere Interpretation: Ein erkennbarer Gegensatz wird auf Produktebene wiederholt. Besucher begegnen der Markenidee beim Vergleich von Gegenständen, statt sie aus einer abstrakten Selbstdarstellung ableiten zu müssen. Ob sie die Idee tatsächlich verstehen, muss geprüft werden.

Der öffentliche Eintrag bei Brand New ist auf den 2. August 2024 datiert. D&AD führt seinen Archiveintrag unter 2025. Das sind Veröffentlichungs- und Archivdaten, kein Nachweis eines genauen Verkaufsstarts. Gelesen wurde der öffentliche Kopf der Brand-New-Seite, nicht der kostenpflichtige Artikel. [3] [1]

Weder Portfolio noch Archiv nennen eine gemessene Verbesserung von Umsatz, Kaufquote oder Kundenverständnis. Der Gestaltungsansatz lässt sich untersuchen, ohne Anerkennung oder Veröffentlichung als Beleg für wirtschaftlichen Erfolg zu behandeln.

Analyse und Anwendung

Wir schlagen eine Produktseite mit zwei klaren Ebenen vor. Zuerst erklären, was der Gegenstand ist, wofür er vorgesehen ist und welche praktischen Angaben Käufer benötigen. Danach folgt die überraschende Deutung. Sie soll Interesse wecken, ohne technischen Angaben zu widersprechen oder ungeprüfte Fähigkeiten anzudeuten.

Ein Team könnte etwa eine sachliche Beschreibung mit einer Version vergleichen, die eine spielerische Situation ergänzt. Das ist ein Testvorschlag, kein dokumentiertes Produkt oder Projekt von Standard Equipment. Erinnern sich Leser an den Witz, können aber den Kaufgegenstand nicht erklären, sollte die kreative Ebene überarbeitet werden.

Analyse und Anwendung

Diese eigene Übung kann der Übertragung auf das ganze Sortiment vorausgehen. Sie wurde nicht als Experiment des Unternehmens berichtet.

  1. Einige unterschiedliche Produkte auswählen und deren Zweck jeweils in einem einfachen Satz beschreiben.
  2. Eine unerwartete Deutung ergänzen; Spezifikationen und Tatsachenbehauptungen unverändert lassen.
  3. Zwei vergleichbaren Gruppen jeweils eine Version zeigen. Produktbeschreibung, passende Nutzung und das Finden einer wichtigen Spezifikation abfragen.
  4. Missverständnisse, benötigte Zeit und Erinnerung getrennt erfassen. Unterhaltung nicht als Kaufabsicht zählen.
  5. Mehrdeutiges korrigieren und erneut vergleichen. Bei späteren Verkaufsmessungen Unterschiede in Preis, Verfügbarkeit und Besucheraufkommen dokumentieren, statt alles dem Text zuzuschreiben.

Analyse und Anwendung

Die Hypothese lautet: Eine einheitliche Erzählregel kann ein Sortiment unterscheidbar machen und zugleich verständlich halten. Sie passt, wenn die Gegenstände tatsächlich verschiedene Deutungen tragen und das Team die Regel im gesamten Katalog pflegen kann.

Nicht jedem Artikel einen Witz aufzwingen. Produkte brauchen möglicherweise unterschiedlich viel Erklärung, und ein einprägsamer Name garantiert keinen Kaufvorteil. Entscheidend sind beobachtetes Verständnis und relevantes Kundenverhalten. Bei unzureichenden Belegen bleibt die Unsicherheit ausdrücklich bestehen.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Standard Equipment — D&AD project archive D&AD · dandad.org
  2. Standard Equipment — designer portfolio Sumer Mavi · sumermavi.com
  3. New Logo and Identity for Standard Equipment by newkid — public listing Brand New / UnderConsideration · underconsideration.com ·